Die versteckten Gefahren beim Gassigehen
Grannen, Eichenprozessionsspinner, Pferdeäpfel und andere Risiken, die viele Hundehalter unterschätzen Spaziergänge gehören zu den schönsten Momenten des Tages.

Inhalt
- Grannen – klein, aber gefährlich
- Eichenprozessionsspinner
- Giftige Pflanzen
- Giftköder
- Pferdeäpfel, Wildtierkot und andere "Leckerbissen"
- Warum Pferdeäpfel problematisch sein können
- Wildtierkot als Krankheitsquelle
- Kadaver und Aas
- Warum "nur kurz gefressen" trotzdem problematisch sein kann
- Zecken
- Grasmilben
- Bienen, Wespen und Hornissen
- Hitze im Sommer
- Stehende Gewässer
- Glasscherben und Müll
- Hunde, die alles vom Boden fressen
- Warum Absuchen nach dem Spaziergang wichtig ist
- Aufmerksamkeit ist der beste Schutz
- Fazit
Grannen, Eichenprozessionsspinner, Pferdeäpfel und andere Risiken, die viele Hundehalter unterschätzen
Spaziergänge gehören zu den schönsten Momenten des Tages. Frische Luft, Bewegung und gemeinsame Zeit tun Mensch und Hund gut.
Doch gerade im Frühling, Sommer und Herbst lauern draußen einige Gefahren, die vielen Hundehaltern nicht bewusst sind. Während Zecken mittlerweile bekannt sind, werden andere Risiken oft erst bemerkt, wenn der Hund bereits Beschwerden hat.
Deshalb lohnt es sich zu wissen, worauf man beim Gassigehen achten sollte.
Grannen – klein, aber gefährlich
Grannen gehören zu den häufigsten Sommergefahren für Hunde.
Dabei handelt es sich um die borstigen Samenstände verschiedener Gräser. Durch ihre pfeilartige Form können sie sich immer weiter in Haut oder Körperöffnungen hineinarbeiten.
Besonders häufig betroffen sind:
- Pfoten
- Zehenzwischenräume
- Ohren
- Nase
- Augen
- Achseln
Typische Anzeichen
Je nachdem, wo die Granne sitzt, können folgende Symptome auftreten:
Grannen verschwinden nicht von selbst und sollten tierärztlich entfernt werden.
- plötzliches Humpeln
- intensives Pfotenlecken
- Schütteln des Kopfes
- Niesenanfälle
- tränende Augen
- Schwellungen
- kleine Abszesse
Eichenprozessionsspinner
Der Eichenprozessionsspinner gehört zu den gefährlichsten Raupen in Deutschland.
Seine Brennhaare enthalten ein Nesselgift, das starke Reaktionen auslösen kann.
Die feinen Haare können sich durch Wind über große Entfernungen verteilen und sind teilweise sogar nach Monaten noch wirksam.
Mögliche Symptome
Kommt ein Hund mit den Brennhaaren in Kontakt, können auftreten:
Besonders gefährlich wird es, wenn Hunde die Raupen beschnuppern oder ablecken.
- starker Juckreiz
- Hautentzündungen
- Schwellungen
- Speicheln
- Atemprobleme
- Entzündungen im Maul
- Schwellungen der Zunge
Giftige Pflanzen
Viele Pflanzen sehen harmlos aus, können für Hunde aber problematisch sein.
Dazu gehören unter anderem:
Vor allem junge Hunde nehmen beim Erkunden ihrer Umwelt gerne Pflanzenteile auf.
- Oleander
- Herbstzeitlose
- Fingerhut
- Eibe
- Goldregen
- Kirschlorbeer
Giftköder
Leider werden immer wieder absichtlich ausgelegte Giftköder gemeldet.
Dabei handelt es sich nicht nur um vergiftete Lebensmittel.
Auch vorkommen können:
Gerade Hunde, die alles vom Boden aufnehmen, sind besonders gefährdet.
- Rasierklingen
- Schrauben
- Nägel
- Angelhaken
- scharfe Gegenstände
Pferdeäpfel, Wildtierkot und andere "Leckerbissen"
Viele Hunde finden Dinge lecker, die Menschen möglichst schnell umgehen würden.
Besonders beliebt sind:
Für viele Hunde wirken diese Gerüche äußerst attraktiv.
- Pferdeäpfel
- Wildtierkot
- Vogelkot
- Fuchskot
- Kaninchenkot
- Kadaverreste
Warum Pferdeäpfel problematisch sein können
Pferdeäpfel wirken auf den ersten Blick harmlos, können aber verschiedene Risiken bergen.
Unter anderem können enthalten sein:
Besonders relevant sind dabei Rückstände von:
Nicht jeder Pferdehaufen ist problematisch, aber Hundehalter können von außen nicht erkennen, ob ein Pferd kürzlich Medikamente erhalten hat.
Zusätzlich können Pferdeäpfel bei empfindlichen Hunden zu:
führen.
- Wurmeier
- Parasiten
- Bakterien
- Medikamentenrückstände
- Wurmkuren
- Medikamenten
- Entzündungshemmern
- Durchfall
- Erbrechen
- Verdauungsproblemen
Wildtierkot als Krankheitsquelle
Kot von:
kann ebenfalls Krankheitserreger enthalten.
Je nach Region kommen unter anderem infrage:
Deshalb sollte verhindert werden, dass Hunde Wildtierkot aufnehmen.
- Füchsen
- Rehen
- Wildschweinen
- Kaninchen
- Würmer
- Giardien
- Bakterien
- andere Parasiten
Kadaver und Aas
Für Hunde riecht Aas oft deutlich interessanter als frisches Futter.
Das Problem:
Verwesende Tiere können enthalten:
Zusätzlich besteht die Gefahr von:
- Bakterien
- Parasiten
- Krankheitserreger
- Magen-Darm-Beschwerden
- Vergiftungen
- Infektionen
Warum "nur kurz gefressen" trotzdem problematisch sein kann
Viele Hundehalter denken:
"Er hat nur einmal kurz dran geleckt."
Leider kann bereits das ausreichend sein, um:
Deshalb sollte man solche Situationen möglichst verhindern.
- Parasiten aufzunehmen
- Krankheitserreger aufzunehmen
- Magen-Darm-Probleme auszulösen
Zecken
Zecken gehören weiterhin zu den wichtigsten Risiken beim Spaziergang.
Sie können verschiedene Erkrankungen übertragen, darunter:
Deshalb sollte der Hund nach jedem Spaziergang abgesucht werden.
- Borreliose
- Anaplasmose
- Babesiose
Grasmilben
Vor allem im Spätsommer treten Grasmilben häufig auf.
Typische Anzeichen:
Die Beschwerden entstehen durch die Larven der Grasmilben.
- Juckreiz
- Pfotenlecken
- Bauchjucken
- rote Hautstellen
Bienen, Wespen und Hornissen
Neugierige Hunde schnappen gelegentlich nach Insekten.
Stiche im Bereich von:
können besonders gefährlich werden.
Schwellungen in diesen Bereichen sollten immer ernst genommen werden.
- Maul
- Zunge
- Rachen
Hitze im Sommer
Viele unterschätzen die Belastung durch hohe Temperaturen.
Besonders gefährdet sind:
Asphalt kann sich im Sommer auf weit über 50 Grad erhitzen und Verbrennungen an den Pfoten verursachen.
- Welpen
- Senioren
- kurznasige Hunde
- Hunde mit Herzproblemen
- übergewichtige Hunde
Stehende Gewässer
Seen und Teiche wirken oft harmlos.
Gefahren können jedoch sein:
Trinkt ein Hund größere Mengen belasteten Wassers, kann dies gesundheitliche Folgen haben.
- Blaualgen
- Krankheitserreger
- Parasiten
- verschmutztes Wasser
Glasscherben und Müll
Leider finden sich auf Spazierwegen immer wieder:
Diese können Verletzungen oder Vergiftungen verursachen.
Besonders neugierige Hunde sind gefährdet.
- Glasscherben
- Dosen
- Plastikreste
- Verpackungen
- Zigarettenstummel
Hunde, die alles vom Boden fressen
Manche Hunde sind echte "Staubsauger".
Gerade bei diesen Hunden können sinnvoll sein:
Ein korrekt angepasster Drahtmaulkorb kann verhindern, dass gefährliche Gegenstände, Giftköder oder Kot aufgenommen werden, während der Hund weiterhin hecheln, trinken und kommunizieren kann.
- gezieltes Anti-Giftköder-Training
- zuverlässiges Rückruftraining
- Aufmerksamkeit beim Spaziergang
- gegebenenfalls ein gut angepasster Drahtmaulkorb
Warum Absuchen nach dem Spaziergang wichtig ist
Eine kurze Kontrolle nach dem Gassigehen dauert meist nur wenige Minuten.
Dabei sollten kontrolliert werden:
So lassen sich viele Probleme früh erkennen.
- Pfoten
- Ohren
- Augen
- Fell
- Achseln
- Bauchbereich
Aufmerksamkeit ist der beste Schutz
Die meisten Gefahren lassen sich nicht vollständig vermeiden.
Wer jedoch aufmerksam bleibt, kann Risiken deutlich reduzieren.
Dazu gehört:
- bekannte Problemgebiete meiden
- den Hund beobachten
- Veränderungen ernst nehmen
- Auffälligkeiten früh tierärztlich abklären lassen
Fazit
Beim Gassigehen lauern mehr Gefahren als viele Hundehalter vermuten. Grannen, Eichenprozessionsspinner, Zecken, Grasmilben, Pferdeäpfel, Wildtierkot, Giftköder oder giftige Pflanzen können schnell zu ernsthaften Problemen werden.
Die gute Nachricht: Mit etwas Aufmerksamkeit, regelmäßiger Kontrolle und einem wachsamen Blick lassen sich viele Risiken früh erkennen oder sogar vermeiden.
So bleibt der Spaziergang das, was er sein soll: eine schöne und sichere Zeit für Mensch und Hund.
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