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Giardien beim Hund: Symptome, Ansteckung & Fütterung

Von PET42 RedaktionVeröffentlicht Januar 20264 Min. LesezeitAktualisiert Januar 2026

Giardien beim Hund: Ansteckung, Symptome und welche Ernährung während der Behandlung sinnvoll sein kann.

Giardien beim Hund: Symptome, Ansteckung & Fütterung

Inhalt

Warum tierärztliche Behandlung entscheidend ist – und Hygiene sowie Fütterung trotzdem nicht außer Acht gelassen werden sollten

Giardien gehören zu den häufigsten Darmparasiten beim Hund und können die Verdauung stark belasten. Eine konsequente tierärztliche Behandlung ist unerlässlich – gleichzeitig spielen Hygiene und die richtige Fütterung eine wichtige unterstützende Rolle.

Was sind Giardien überhaupt?

Giardien sind mikroskopisch kleine Darmparasiten, die den Dünndarm des Hundes besiedeln. Sie treten besonders häufig bei jungen Hunden, in Mehrhundehaltungen oder nach Kontakt mit verunreinigtem Wasser auf. Die Parasiten heften sich an die Darmschleimhaut und können die Nährstoffaufnahme stören.

Nicht jeder Hund mit Giardien zeigt sofort Symptome. Wird jedoch die Darmflora oder das Immunsystem belastet, können deutliche Beschwerden auftreten.

Typische Symptome bei Giardien

Ein Giardienbefall äußert sich häufig durch:

  • wiederkehrenden oder schleimigen Durchfall
  • weichen, übel riechenden Kot
  • Blähungen
  • Bauchschmerzen
  • Gewichtsverlust
  • Mattigkeit

Die Symptome treten oft schubweise auf, was die Einordnung erschwert.

Warum der Tierarzt unverzichtbar ist

Giardien lassen sich nicht allein über Futter, Hygiene oder Hausmittel behandeln. Eine sichere Diagnose erfolgt über eine Kotuntersuchung, meist über mehrere Tage. Wird ein Befall festgestellt, ist eine medikamentöse Behandlung notwendig, um die Parasiten gezielt zu bekämpfen.

Parallel zur medikamentösen Therapie sind begleitende Maßnahmen entscheidend, um Rückfälle zu vermeiden – insbesondere Hygiene und eine angepasste Fütterung.

Hygiene bei Giardien: Warum sie genauso wichtig ist wie Medikamente

Giardien-Zysten sind sehr widerstandsfähig und können in der Umgebung mehrere Tage überleben. Ohne konsequente Hygienemaßnahmen kommt es daher häufig zu Wiederansteckungen, selbst wenn der Hund bereits Medikamente erhält.

Kot sofort entfernen – auch im eigenen Garten

Setzt dein Hund Kot ab, sollte dieser immer sofort entfernt werden – egal ob unterwegs oder im eigenen Garten. Besonders im Garten empfiehlt es sich:

  • den Kot direkt aufzunehmen
  • die betroffene Stelle anschließend mit heißem Wasser zu übergießen
  • bei Bedarf zusätzlich ein spezielles Giardien-Reinigungsmittel zu verwenden

So lässt sich die Belastung der Umgebung deutlich reduzieren.

Liegeplätze, Näpfe & Spielzeug reinigen

Alles, womit dein Hund regelmäßig Kontakt hat, sollte während der Behandlung täglich gereinigt werden:

  • Futter- und Wassernäpfe
  • Decken, Körbchen und Handtücher
  • Spielzeug

Idealerweise mit heißem Wasser (mindestens 60 °C) oder Reinigern, die ausdrücklich gegen Giardien wirksam sind.

Hinterhand sauber halten

Giardien können sich auch im Fell rund um den After festsetzen. Sinnvoll ist daher:

  • die Hinterhand regelmäßig zu reinigen
  • bei Bedarf das Fell dort kurz zu halten
  • den Analbereich vorsichtig mit einem für Hunde geeigneten Desinfektionsspray zu behandeln

Wichtig: Nur Produkte verwenden, die ausdrücklich für Hunde geeignet sind, um Hautreizungen zu vermeiden.

Die Rolle der Fütterung während der Giardien-Behandlung

Auch wenn Medikamente die Grundlage der Behandlung sind, sollte die Fütterung nicht außer Acht gelassen werden. Giardien greifen die Darmschleimhaut an – der Verdauungstrakt ist in dieser Zeit besonders empfindlich.

Eine nicht passende Fütterung kann:

  • Durchfall verlängern
  • die Regeneration des Darms erschweren
  • den Hund zusätzlich belasten

Ziel ist es, den Darm nicht weiter zu reizen, sondern ihn bestmöglich zu entlasten.

Worauf bei der Fütterung zu achten ist

Während und nach einer Giardien-Infektion ist eine gut verträgliche, überschaubare Fütterung sinnvoll. Entscheidend sind:

  • eine passende Futtermenge
  • gut verdauliche Zutaten
  • möglichst wenig unnötige Belastung für den Darm

Auch nach erfolgreicher medikamentöser Behandlung braucht der Darm Zeit, um sich zu stabilisieren. Eine angepasste Fütterung kann diesen Übergang sinnvoll begleiten.

Ganzheitlich denken – ohne falsche Versprechen

Wichtig ist: Die richtige Fütterung ersetzt keine Medikamente und heilt keine Giardien. Sie kann aber einen wertvollen Beitrag leisten, um:

  • den Hund während der Behandlung zu unterstützen
  • den Darm nicht zusätzlich zu stressen
  • die Erholung nach der Infektion zu begleiten

Eine ruhige, strukturierte Vorgehensweise ist dabei deutlich sinnvoller als häufige Futterwechsel oder extreme Maßnahmen.

Fazit

Giardien beim Hund gehören immer in tierärztliche Behandlung. Medikamente, konsequente Hygiene und eine bewusste Fütterung greifen dabei ineinander. Wer alle drei Bereiche berücksichtigt, reduziert das Risiko von Rückfällen und unterstützt den empfindlichen Darm bestmöglich auf dem Weg zur Stabilisierung.

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Häufige Fragen

Kurz beantwortet für den schnellen Überblick.

Wie steckt sich ein Hund mit Giardien an?

Über kontaminiertes Wasser, Kot oder Kontakt zu infizierten Tieren. Giardien sind sehr ansteckend.

Welche Ernährung während der Behandlung?

Leicht verdauliche Kost ist meist sinnvoll. Die konkrete Fütterung sollte mit dem Tierarzt abgestimmt werden.

Über den Autor

PET42 Redaktion

Die PET42 Redaktion bündelt Ernährungswissen, Praxis-Erfahrungen und aktuelle Forschung, um verständliche Fütterungsempfehlungen für Hunde zu liefern.

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