Zum Inhalt springen
Zurück zum Blog Januar 2026
Recommended

Hefepilze beim Hund: Ursachen an Pfoten, Ohren & Haut

Von PET42 RedaktionVeröffentlicht Januar 20263 Min. LesezeitAktualisiert Januar 2026

Hefepilze beim Hund: Ursachen an Pfoten, Ohren und Haut – und wie Ernährung und Pflege unterstützen können.

Hefepilze beim Hund: Ursachen an Pfoten, Ohren & Haut

Inhalt

Warum sie an Pfoten, Ohren und Haut auftreten – und was wirklich dahintersteckt

Hefepilze gehören zur normalen Haut- und Schleimhautflora von Hunden. Problematisch werden sie erst dann, wenn das natürliche Gleichgewicht gestört ist und sie sich übermäßig vermehren.

Was sind Hefepilze beim Hund überhaupt?

Hefepilze wie Malassezia kommen bei fast jedem Hund natürlicherweise vor. In einem gesunden Organismus werden sie durch Hautbarriere, Immunsystem und Mikroflora in Schach gehalten. Gerät dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, können Hefepilze beginnen, sich stark zu vermehren – und Beschwerden verursachen.

Wichtig ist dabei: Hefepilze sind keine Infektion von außen, sondern ein Zeichen dafür, dass das innere und äußere Milieu des Hundes nicht stabil ist.

Typische Stellen: Ohren, Pfoten und Haut

Hefepilze bevorzugen warme, feuchte und schlecht belüftete Bereiche. Deshalb zeigen sich Probleme besonders häufig:

Ohren

  • Kopfschütteln und Kratzen
  • Rötung des Gehörgangs
  • dunkles, schmieriges Sekret
  • unangenehm süßlich-muffiger Geruch

Pfoten

  • intensives Lecken oder Knabbern
  • gerötete Zwischenzehenbereiche
  • bräunliche Verfärbungen des Fells
  • wiederkehrende Entzündungen

Haut & Hautfalten

  • Juckreiz
  • fettige oder schuppige Haut
  • dunkle Hautverfärbungen
  • Haarverlust an einzelnen Stellen

Diese Symptome ähneln oft Allergien – weshalb Hefepilzprobleme nicht selten falsch eingeordnet werden.

Warum Hefepilze überhandnehmen können

Die Ursachen sind meist multifaktoriell. Häufig spielen mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle:

  • eine geschwächte Hautbarriere
  • wiederkehrende Feuchtigkeit (z. B. Schwimmen, Regen, Hautfalten)
  • Stress oder Erkrankungen
  • Medikamente wie Antibiotika oder Kortison
  • eine nicht optimal abgestimmte Fütterung

Keiner dieser Punkte allein erklärt das Problem vollständig – entscheidend ist das Zusammenspiel.

Die Rolle von Darm und Immunsystem

Darm und Immunsystem stehen in engem Zusammenhang. Eine instabile Darmflora kann die Immunantwort beeinflussen und die Haut anfälliger machen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Hefepilze „aus dem Darm in die Ohren wandern“.

Vielmehr gilt:

  • Ist das Immunsystem dauerhaft gefordert,
  • kann die Kontrolle über Hefepilze lokal verloren gehen.

Der Darm ist daher Teil des Gesamtbildes, aber nicht die alleinige Ursache.

Fütterung: wichtiger Baustein, kein Allheilmittel

Die Ernährung beeinflusst Haut, Fell und Immunsystem. Probleme entstehen häufig, wenn:

  • die Futtermenge nicht zum Aktivitätslevel passt
  • das Futter schlecht vertragen wird
  • dauerhaft sehr stark verarbeitete Produkte gefüttert werden
  • häufige, ungeplante Futterwechsel stattfinden

Extreme Ansätze wie radikale Diäten oder pauschale Verbote einzelner Nährstoffe sind hingegen nicht zielführend und können den Hund zusätzlich belasten.

Warum äußere Behandlung allein oft nicht reicht

Ohrenreiniger, Pfotenbäder oder Salben können Symptome lindern – lösen aber selten die Ursache. Bleibt das innere Gleichgewicht unverändert, kehren die Probleme häufig zurück.

Sinnvoll ist daher ein ganzheitlicher Ansatz, der Pflege, Fütterung und individuelle Belastungen berücksichtigt.

Fazit

Hefepilze an Ohren, Pfoten oder Haut sind kein Zeichen von mangelnder Hygiene und kein isoliertes Problem. Sie zeigen, dass das Gleichgewicht aus Haut, Immunsystem und Ernährung gestört ist. Eine ruhige, fundierte Herangehensweise ist langfristig wirksamer als schnelle Lösungen oder extreme Maßnahmen.

Ähnliche Artikel

Aus derselben Themenwelt für den nächsten Schritt.

Mehr entdecken

Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten.

Nächster Schritt

Springe zum nächsten oder vorherigen Beitrag.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet für den schnellen Überblick.

Sind Hefepilze beim Hund ansteckend?

In der Regel nicht. Hefepilze entstehen meist durch ein ungünstiges Hautmilieu oder ein geschwächtes Immunsystem.

Kann Futter Hefepilze begünstigen?

Ja, bei Unverträglichkeiten oder unausgewogener Fütterung kann die Hautbarriere leiden. Eine angepasste Ernährung hilft oft.

Über den Autor

PET42 Redaktion

Die PET42 Redaktion bündelt Ernährungswissen, Praxis-Erfahrungen und aktuelle Forschung, um verständliche Fütterungsempfehlungen für Hunde zu liefern.

Mehr über PET42 →

Finde heraus, welches Futter und welche Futtermenge wirklich zu deinem Hund passen

Wiederkehrende Haut-, Pfoten- oder Ohrenprobleme stehen häufig im Zusammenhang mit einer nicht optimal abgestimmten Fütterung.

pet42 erstellt eine individuelle, herstellerunabhängige Futterempfehlung auf Basis der Daten deines Hundes – inklusive passender Futtermenge in Gramm, abgestimmt auf Aktivität, Ziel und Verträglichkeit.

Jetzt Futterempfehlung erstellen →

Wir verwenden Cookies

Wir nutzen Cookies und ähnliche Technologien, um Ihnen die beste Erfahrung auf unserer Website zu bieten. Mit Ihrer Zustimmung verwenden wir Cookies für Funktionalität, Analyse und Marketing.