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Ohrenentzündung beim Hund: Symptome erkennen und Rückfälle vermeiden
Kopfschütteln, Kratzen und Sekret können auf eine Ohrenentzündung hinweisen. Warum Ursachenklärung wichtig ist und Hausmittel im Ohr schaden können.

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Kopfschütteln, Ohrkratzen und braunes Sekret sind typische Suchanlässe. Hinter einer Ohrenentzündung können jedoch Allergien, Parasiten, Fremdkörper, Bakterien oder Hefen stecken. Ohne Ursachenklärung kehrt sie häufig zurück.
Typische Anzeichen
Eine Entzündung des äußeren Gehörgangs kann ein oder beide Ohren betreffen. Mögliche Zeichen sind:
- häufiges Kopfschütteln
- Kratzen am Ohr
- Rötung und Schwellung
- unangenehmer Geruch
- braunes, gelbes oder eitriges Sekret
- Schmerz bei Berührung
- schuppige Haut am Ohr
- schiefe Kopfhaltung
Starke Schmerzen, Gleichgewichtsstörungen, Taumeln oder eine auffällige Augenbewegung können auf eine Beteiligung tieferer Ohrabschnitte hinweisen und gehören rasch untersucht.
Warum Hausmittel problematisch sind
Essig, Alkohol, Öle, Kräutertropfen oder unpassende Reiniger können gereizte Haut zusätzlich schädigen. Ist das Trommelfell verletzt, dürfen manche Mittel nicht in den Gehörgang gelangen. Wattestäbchen schieben Material oft tiefer hinein und können Verletzungen verursachen.
Die Tierarztpraxis untersucht den Gehörgang und das Trommelfell. Eine Probe des Sekrets kann zeigen, ob Bakterien, Hefen oder andere Veränderungen vorliegen. Bei einem plötzlichen Problem an nur einem Ohr muss auch an einen Fremdkörper gedacht werden.
Ursachen statt nur Symptome behandeln
Ohrenentzündungen entstehen oft durch mehrere Faktoren. Allergien können die Hautbarriere verändern, während Bakterien oder Hefen die Entzündung verstärken. Ohrmilben, Feuchtigkeit, enge Gehörgänge und Fremdkörper sind weitere Möglichkeiten. Wird nur das Sekret behandelt, ohne den Auslöser zu beachten, sind Rückfälle wahrscheinlich.
Bei wiederkehrenden Entzündungen sollte die gesamte Krankengeschichte betrachtet werden. Juckreiz an Pfoten, Bauch oder Gesicht, saisonale Beschwerden und Verdauungsprobleme können zusätzliche Hinweise geben. Eine Futtermittelallergie lässt sich nicht allein anhand eines Bluttests oder durch häufigen Sortenwechsel beweisen. In geeigneten Fällen wird eine kontrollierte Ausschlussdiät tierärztlich geplant.
Ohren richtig pflegen
Gesunde Ohren brauchen nicht automatisch eine häufige Reinigung. Reinige nur nach Empfehlung und mit einem geeigneten Produkt. Nach dem Baden oder Schwimmen sollten die Ohrmuscheln vorsichtig getrocknet werden. Haare dürfen nicht ohne Grund aus dem Gehörgang gezupft werden, weil auch das reizen kann.
Futter nicht vorschnell verantwortlich machen
Futter kann bei manchen Hunden Teil des Problems sein, ist aber nicht jede Ohrenentzündung. Ein strukturierter Ansatz verhindert unnötige Wechsel. Notiere Futter, Snacks, Medikamente und Beschwerden. Wenn eine Diät begonnen wird, müssen auch Kauartikel und aromatisierte Präparate berücksichtigt werden.
Hinweis: Schmerzende, riechende oder nässende Ohren sollten tierärztlich untersucht werden. Keine Hausmittel in den Gehörgang geben.
Quellen
- MSD Veterinary Manual: Ear Infections and Otitis Externa in Dogs
- Merck Veterinary Manual: Allergic Skin Disease Affecting the Pinna in Dogs and Cats
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